Dienstag, 28. Januar 2014

driftboat - Ursprung und Entwicklung


Die driftboats entstanden aus der Notwendigkeit Wildwasser befahren zu können, Ausrüstung zu transportieren und  auf fliessenden Gewässern Angelsport zu betreiben. Mittlerweile ist dieser Bootstyp in Nordamerika sehr beliebt. Driftboats ähneln Dories bzw. Sharpies mit einem flachen Boden.

Den Unterschied macht die  besondere Charakteristik: der ausgeprägte Sprung des Rumpfbodens der im Ruhezustand vorne und achtern über die Wasserlinie ragt und ausladende Bordwände.



Es ist ein voluminöser Rumpf mit reichlich Reserveautrieb und hohem Freibord. Durch die besondere Formgebung kann das Boot problemlos über Hindernisse im Wasser rutschen und am Ufer anlegen, auch das slippen vom Trailer ist in schwierigem Gelände einfach. Das Unterwasserschiff ohne Skeg und Kiel macht das Boot unter Ruder und Motor sehr wendig. Die Boote haben sich über Jahrzehnte hinweg auch etwas weiterentwickelt bzw. sind einige Untertypen enstanden. Es gibt Exemplare mit Spiegelheck, und auch Doppelender. Die Fahreigenschaften unterscheiden sich nur geringfügig, aber die Versionen mit Spiegelheck ermöglichen die Verwendung eines Aussenbordmotors.


 Die meisten Exemplare sind aus Bootsbausperrholz gebaut, ausserdem gibt es einige Bootswerften die driftboats  aus GfK für den amerikanischen Markt produzieren, ausserdem Serienboote aus Aluminium. Sehr oft werden die driftboats von Anglern selbst gebaut. In den USA gibt es Baupläne in den dort üblichen Masseinheiten  Zoll bzw. Inch , und in englischer Sprache. Daneben gibt es auch kleine Werften die DRIFT BOATS aus Holz in Serie seit Mitte der siebziger Jahre bauen. Driftboats sind durch ihre schlichte und funktionale Form auch für den Amateur ein  dankbares Projekt. Ein paar Elektrowerkzeuge wie Bandschleifer, Elektrohobel und Stichsäge sollte man haben, und nach Möglichkeit einen überdachten Arbeitsplatz. Im Sommer kann man auch im Freien arbeiten, sollte aber nach der Arbeit das Boot und Material mit einer Plane sorgfältig abdecken. Wenn man keine zu hohen Ansprüche an das Finish hat und während Schlechtwetterperioden die Arbeit ruhen lässt ist das kein Problem.


 Epoxy und Glasgewebe in Kombination mit hochwertigem Bootsbausperrholz sind ein sehr langlebiges Material, vorausgesetzt   man checkt und repariert das Boot einmal jährlich. Die Festigkeit von Bootsbausperrholz ist bei gleichem Gewicht deutlich höher als die von glasfaserverstärktem Kunststoff und bleibt auch nach vielen Belastungszyklen vergleichsweise hoch. 

andere Bootsbauprojekte und Holzbootsbau

Ein Blog über Bootsbau mit sehr ansprechenden Bildern von Holzbooten `unusual wooden rowboats ...`
Ein Bootsbauer zeigt Neubauten von driftboats, verwandte Bootstypen und Refitprojekte.

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Ein  Video vom Bau eines driftboats. Der Zeitraffer lässt keine Langeweile aufkommen. Laut der Beschreibung ist es aus Resten und preiswertem Material entstanden und wurde innerhalb von  einem Monat fertiggestellt.



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Ein traditionelles Design in traditioneller Bauweise: Lowell Surf Dory


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Bau eines Dory vom Designer Bolger: den link zur Fotodokumentation findet man auf 
Die Eigner haben mit dem Boot erfolgreich Ozeane überquert.

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